Anfälle bei Kindern und Jugendlichen, die keine epileptischen Anfälle sind
Sowohl bei Säuglingen als auch bei Kleinkindern, Schulkindern und Jugendlichen können Anfälle auftreten, die zunächst den Anschein erwecken, epileptische Anfälle zu sein, es jedoch nicht sind. Einen umfassenden Überblick über nichtepileptische Anfälle, die als epileptische Anfälle missdeutet werden können, gibt der Arzt und Wissenschaftler Dr. med. Helmut Volkers aus Bremen in seinem bekannten Buch "Das Anfallskind - Antworten auf Fragen zu Epilepsien im Kindes- und Jugendalter". Seiner Meingung nach handelt es sich im Säuglingsalter z. B. oft um "Schauderanfälle", welches Frösteln-ähnliche nichtepileptische Zitteranfälle gesunder Säuglinge sind oder um die so genannte "Hyperekplexie", eine seltenere, meist erbliche Erkrankung mit extremer Schreckhaftigkeit und Übererregbarkeit. Aber auch "gutartige" Schlafmyoklonien oder "Affektkrämpfe" zählen zu den nichtepileptischen Anfällen bei Säuglingen. Kleinkinder zeigen neben "Affektkrämpfen" u. a. oftmals den sogenannten "Pavor nocturnus", der auch nächtlicher Angstanfall genannt wird, oder den "Benignen paroxysmalen Schwindel". Im Schulkindesalter findet man häufig die "Tics" oder auch schon Symptome einer kindlichen Migräne, die mit anfallsartigen Zuständen einhergehen kann. Bei Jugendlichen handelt es sich in seltenen Fällen z. B. um "psychogene nichtepileptische Anfälle" ("dissoziative Anfälle") oder nichtepileptische, meist kurze Ohnmachten. Zu all diesen und weiteren Formen der nichtepileptischen Anfälle bei Kindern und Jugendlichen gibt der Autor in seinem Buch kurze und gut verständliche Erklärungen. Das Buch "Das Anfallskind" ist 2006 im BoD-Verlag erschienen, umfasst 233 Seiten und hat die ISBN-Nr. 3-8334-6223-X.
(drs)
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