Mozart-Musik soll bei epileptischen Anfällen helfen

Forscher des Instituts Serafico in Assisi (Italien) gingen in einer Studie der Frage nach, ob das Hören von Mozart-Musik epileptischen Anfällen vorbeugen kann. Teilnehmer der Untersuchung waren Patienten, bei denen eine medikamentöse Behandlung keine Besserung brachte und die im Halbjahr vor Beginn der Studie mindestens zwei epileptische Anfälle erlitten hatten. Es zeigte sich, dass das regelmäßige Hören der Mozart-Sonate K448 positive Auswirkungen bei der Behandlung von Epilepsie hatte. Bei jedem 2. Patient konnten die Anfälle um 21 % reduziert werden, bei 10 % der Fälle traten keine Anfälle mehr auf. Die Forscher weisen allerdings darauf hin, dass nach dem Aussetzen der Musiktherapie die epileptischen Anfälle wieder auftreten können. „Diese Studie bezeugt, wie wichtig Musiktherapie im Umgang mit Epilepsie ist, vor allem wenn die Behandlung mit Medikamenten keine besonderen Resultate zeigt“, sagte der Direktor der Instituts, Sandro Elisei. Die Forschungsergebnisse wurden im September 2017 bei der „6. International Conference on Mental Health 2017“ in Cambridge (Großbritannien) vorgestellt und im Fachjournal "Psychiatria Danubina" veröffentlicht.

(Quelle: stol.it)

(bd)
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