Kongress-News: Einsatz von innovativen Substanzen gegen Therapieresistenz bei Epilepsie

Ein Thema des 3. Kongresses der European Academy of Neurolgoy (EAN) der vom 24. bis 27. Juni 2017 in Amsterdam stattfand, befasste sich mit der Therapieresistenz bei der Behandlung der Krankheit Epilepsie. Mit den heute zur Verfügung stehenden Antikonvulsiva kann bei mehr als zwei Drittel der Betroffenen eine länger anhaltende Anfallsfreiheit erzielt werden, bei einem Teil kann die Medikation nach einiger Zeit sogar wieder abgesetzt werden. Einen Durchbruch hat die enorme Entwicklung neuer Antiepileptika aber bisher nicht gebracht. Tatsächlich heilbar sind Epilepsien nur durch chirurgische Eingriffe, meinte Prof. Christian E. Elger von der Klinik für Epileptologie in Bonn auf dem EAN-Kongress. So können 10 bis 20 Prozent der Patienten, die nicht auf Medikamente ansprechen, mit der Entfernung der anfallsverursachenden Gehirnläsionen vollständig geheilt werden. Anfallsfreiheit als Top-Priorität gilt auch für Meir Bialer, David H. Eisenberg, Professor für Pharmazie an der medizinischen Fakultät der Hebrew University in Jerusalem, und betont die Notwendigkeit neuer medikamentöser Therapien. Als Hoffnungsträger gelten hier Cannabinoide. Aktuell laufen präklinische Studien oder Untersuchungen der Phasen I bis III der klinischen Entwicklung zu fast 20 Wirkstoffen, die Potenzial für die Behandlung bisher therapierefraktärer Epilepsien haben.

(Quelle: B & K Bettschart & Kofler Kommunikationsberatung GmbH)

(pts/bd)
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